Wolfsrisse auf Schafalp Säss vom 11.08.2024
Alpchef Niklaus Lenherr, Hirt Mali Freiherr von Soden, Wildhüter Rolf Wildhaber bei der Aufnahme der DNA eines gerissenen Schafs
Ein Wolf oder die Wölfe haben im für Wanderer gesperrten Herdenschutzgebiet im Alpteil Betteren sieben Schafe gerissen. Hirt und Hirtin waren auf dem Weg an den Alpgottesdienst nach Gadöl, wo sie noch ein verwundetes Schaf auffanden und nach Obetweid brachten, wo es dem Besitzer für die Nottötung überbracht wurde. Erste Erkenntnisse zeigten, dass das Schaf mit Bisswunden versehen war. Zwei Schafe wurden im kleinen Bett gefunden, fünf stürzten nach erfolgten Bissen über die Felswand Richtung Sprung- Obetweid. Es war schwierig, die abgestürzten Schafe in unwegsamen Geländen ausfindig zu machen. Alpchef Niklaus Lenherr informierte die Wildhut, welche umgehend die DNA-Proben aufnahm. Die Schafalp Säss, mit den Herdenschutzhunden, gilt als geschützte Alp, wobei es in diesem steilen und unwegsamen Gelände keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Seit drei Jahren sind auf der Schafalp Säss Herdenschutzhunde im Einsatz. In den letzten drei Jahren wurde der Herdenschutz auch stetig mit zusätzlichem Zaunmaterial und stärkeren Apparaten ausgebaut, mit dem Ziel, Übergriffe von Wölfen zu verhindern. Leider wurden das Alppersonal, sowie der Alpchef trotz all diesen Massnahmen von Wolfsübrgriffen nicht verschont. Das in diesem steilen und unwegsamen Gelände nicht noch schlimmeres passierte, haben wohl die Herdenschutzhunde durch mögliche Störungen verhindert.
Es zeigt einmal mehr, dass auch in unserer Region die Alptiere vor Wolfsangriffen nicht verschont werden. Die Ortsgemeinde Gams als Bewirtschafterin der Schafalp Säss wird mit weiteren Alpverantwortlichen alles erdenklich Mögliche unternehmen, wenn notwendig auch mit politischem Druck, die aktuell im ganzen Schweizer Alpgebiet zunehmende Wolfspopulation zu stoppen, noch besser zu regulieren.
Wir weisen nochmals darauf hin, dass das Wandern im Alpgebiet der Schafalp Säss nicht gestattet ist. Die Ortsgemeinde Gams lehnt jede Haftung in Bezug auf Konflikte mit den Herdenschutzhunden ab.