"Energie vom Dorf fürs Dorf"

Sanierung der Heizzentrale Nahwärmeverbund Hof

 

Die Ortsgemeinde Gams hat 1,6 Millionen Franken in die Totalsanierung der Holz-Heiz­zentra­le investiert. Vor 25 Jahren kämpften die Initianten des Nähwärmeverbunds noch mit Wider­stand und galten als Pioniere. Heute ist die CO2-neutrale Energie aus heimischem Holz gefragter denn je.

 

Die Arbeiten rund um die Komplettsanierung der Holzschnitzelheizanlage beim Löwenplatz konn­ten abgeschlossen werden. Die Anlage wurde Mitte Oktober, rechtzeitig zur Heizsaison, in Be­trieb genommen und die mobile Ersatz­heizung konnte zurückgebaut werden. Alle Energie­be­züger werden seither mit Wärmeenergie der neuen Heizanlage beliefert.

 

Die 1997 erbaute Anlage des Nahwärmeverbundes Hof musste komplett saniert werden, damit die Vorschriften der Luftreinhalteverordnung eingehalten werden können. Nebst zwei neuen Heizkesseln wurden die erforderlichen Filteranlagen eingebaut, die die Feinstaubpartikel aus der Abluft zurückhalten. Zur sanierten Holzschnitzelheizung gehört das neu erstellte Speichergebäude mit Kaminanlage auf dem Löwenplatz.

Die Sanierung in Bildern

Erstellung des Speichergebäudes auf dem Löwenplatz

Anlieferung und Montage der Kaminanlage

Anlieferung und Montage Speicherofen (35'000 l)

Die neuen Heizkessel und Filteranlagen

Impressionen

Neue Heizanlage

Heizungsingenieur und Projektbegleitung Ingenieurbüro Züllig + Rusch GmbH, Mosnang
   
Architektur und Bauleitung
Speichergebäude Löwenplatz
Architekturbüro ArchitekturAtelier GmbH, Gams
   
Neue Heizkessel Schmid AG Energy Group, Eschlikon
Silovolumen Brutto 317 m3
  Abmessungen L 18.62 m, B 4.80 m, H 3.55 m
     
Heizkessel Fabrikat Schmid AG, Eschlikon
  Typ

UTSR-900.32-1 visio

UTSR-450.32-1 visio

     
Wärmeleistungen Kessel 1 (450) 360 kW
  Kessel 2 (900) 720 kW

Wirtschaftliche und ökologische Vorteile der Holzenergie

 

Der vermehrte Einsatz von Holz zur Energiegewinnung leistet einen willkommenen Beitrag an die Pflege unserer Wälder und zur Verminderung des Treibhauseffektes.

 

Heizen mit Holz heisst heizen im Kreislauf der Natur. Das durch Verbrennung (oder im gleichen Ausmass durch Verrottung im Wald) freigesetzte Kohlendioxid wird zusammen mit Sonnenenergie für den Aufbau neuer Biomasse verwendet, die wiederum in Form von Holz als Brennstoff eingesetzt werden kann.

 

Im Wärmemarkt (ohne Verkehr und Elektrizität) deckt die Holzenergie heute ca. 3 % des Gesamtverbrauches. Durch vermehrte Nutzung des vorhandenen Energieholz-Potentials könnte der Anteil auf ca. 7 % erhöht werden. Dabei gilt zu beachten, dass der Holzenergieanteil regional und betrieblich stark variieren kann. Die Wärmeerzeugung mit Holz erreicht auf dem Lande bei kleineren Gemeinden bis 60 % der Gesamtenergie. Im Bauernhaus und in der holzverarbeitenden Industrie kann der Anteil 100 % betragen.

Bedeutung von Energieholz

Holz ist ein einheimischer, erneuerbarer Energieträger. Holz fällt dezentral, am Ort der Nutzung an, in der Nähe jedes Verbrauchers.

 

Eine in allen Bereichen verstärkte Energieholznutzung ist aus mehreren Gründen vorteilhaft:

• Sie dient der Waldpflege

• Sie entlastet die Entsorgungsprobleme bei den holzverarbeitenden Betrieben

• Schafft Arbeitsplätze

• Die Wertschöpfung bleibt in der Region

• Lange, gefährliche Transportwege entfallen

• Substituiert Öl, Gas und Elektrizität

• Verringert die Auslandabhängigkeit

 

Holz:

• ist krisensicher

• ist CO2 neutral

• ist ein einheimischer Rohstoff und Energieträger

• wächst umweltfreundlich nach

• Wärme ist speicherbar

 

Wenn Sie Interesse an einem Anschluss an den Nahwärmeverbund haben, nehmen Sie bitte mit der Ortsverwaltung Kontakt auf.

Länge inkl. Hausanschluss   ca. 3000 m
     
Fernleitungsrohre Fabrikat Rohrsysteme Brugg
  Typ Flexwell, Casaflex-F
     
Edelstahlrohre mit Isolation und Aussen-Stahlmantel für direkte Erdverlegung. Mit elektronischer Netzüberwachung.
     
Systemtemperaturen Vorlauf 85°C (erweiterbar auf 105°C)
  Rücklauf 60°C
     
Betriebszeiten 365 Tage, 24 Stunden
     
Schnitzelverbrauch 2300 Sm3 (Endausbau)
     
Grösste Anschlussleitung ca. 270 kW (Schulanlage)
     
Kleinste Anschlussleitung ca. 8 kW (Einfamilienhaus)
   
   
Projektverfasser  
   
Statik, Tiefbau RKL Ingenieurbüro AG
  Haagerstrasse 63, Postfach, 9473 Gams
   
Heizungstechnik und

Züllig + Rusch, Ingenieurbüro H/L/S

Fernleitungen

Kürzestrasse 11, 9607 Mosnang